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Geschichte des Tales


von Sigrid Scheffler

Das Brunnental, im Naturpark Elm-Lappwald gelegen, gut drei Kilometer von der Stadt Helmstedt entfernt, bietet neben gepflegter Gastronomie, schattige Waldwege, die zum Spaziergang einladen und Teiche, an deren Ufern Bänke zum Verweilen stehen. In diesem reizvollen Tal existierte schon vor über zweihundert Jahren ein anerkanntes Heilbad.

Im Sommer des Jahres 1751 durchstreifte der aus Halle stammende Naturforscher und Professor der Medizin und Philosophie an der Helmstedter Universität, Dr. Krüger, begleitet von seinen Studenten, das Tal, um die Vielfalt der Flora zu studieren, und so gelangte er an eine Quelle, deren Bedeutung als Heilquelle er sogleich erkannte. Sie war den Anwohnern und Durchreisenden des Tales schon längst bekannt, doch diese mieden sie ängstlich wegen ihres ockerfarbenen Rückstandes in der Meinung, das Wasser sei giftig.

Professor Krüger nahm eine Kostprobe und verglich es mit dem Lauchstädter Mineralwasser. Eine sofortige Untersuchung unterblieb jedoch aus zeitlichen Gründen, und so vergingen noch einige Jahre, bis 1755 der Helmstedter' Kaufmann Habicht, der im Tal auf der Suche nach Steinkohle war, es gab dort die "Rudolfs Grube", an die Quelle kam. Er wandte sich in Unkenntnis an Professor Krüger und den Physiker Thedel von Hagen, die beide daraufhin das Mineralwasser analysierten und über den vortrefflichen Gesundbrunnen bei der Stadt Helmstedt berichteten.

Die Nachricht vernahm auch Herzog Carl in Braunschweig, auf dessen Anordnung die Quelle eingefasst und überdacht wurde. Von Helmstedt aus legte man durch den Wald eine Allee an, und an manchem Tag weilten über 1000 Personen aus nah und fern an der Quelle, um Wasser zu schöpfen und um dadurch Linderung und Heilung zu finden. Der Ruf des Gesundbrunnens war inzwischen weithin bekannt, half das Mineralwasser doch bei Augen- und Ohrenleiden, Zahnschmerzen, Gicht, Migräne, Lähmungen, Magen und Darmerkrankungen, Fieber, Ausschlägen, Geschwülsten usw.


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