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Archäologisch-historischer Spaziergang


Archäologische Untersuchung 2007
Im Zusammenhang mit der Erneuerung des Radweges fanden archäologische Untersuchungen durch die Kreisarchäologie Helmstedt statt. Dies wurde zum Anlass für eine exemplarische Untersuchung eines Beethügels mit den anschließenden Senken genommen. Im September 2007 wurde ein Schnitt von 23 m Länge quer zu einem der gut ausgeprägten Wölbäcker angelegt. Das Profil zeigte unter dem ca. 10 cm starken Waldhumus den alten Ackerhorizont in Form eines sandig-lehmigen, leicht humosen Streifens (reliktischer Pflughorizont, rAp), der am Scheitelpunkt der Ackerwölbung bis zu 65 cm, im Bereich der Senken 20 bis 30 cm stark war. Die Grenze zum gewachsenen sandigen Boden war stark ausgewaschen. Datierende Funde konnten nicht geborgen werden.

2. Burgberg oder Heiligenberg im Brunnental
Südlich des Brunnentales, östlich des Quellgebietes am Pluderbusch liegt eine spornartige Anhöhe mit dem Namen „Burgberg“. Die nördlich daran entlang führende Straße heißt „am Burgberg“.
Auf der Ostseite des Plateaus sind Reste eines Grabens und eines Walles zu erkennen. Die Böschungen im Westen, Süden und Osten sind vermutlich künstlich versteilt. Auf der Westseite des Plateaus fanden bereits zwischen 1889 und 1893 Ausgrabungen durch Dr. E. Stößner statt, die Grundmauern eines kleinen mittelalterlichen Gebäudes und eines Turmes erbrachten. Auch beim Bau der Villa „Burgberg“ 1893 sind Grundmauern gefunden worden. 1963 führte Dr. H.-A. Schultz vom Braunschweigischen Landesmuseum Ausgrabungen durch. In den Prozessakten des Klosters Marienberg aus dem 18. Jh. Findet sich der Hinweis, dass an dieser Stelle eine Burg der von Warberg gelegen hätte, die beim Zug des Erzbischofs Ludolf von Magdeburg gegen Helmstedt 1200 zerstört worden sei. Die Ausgrabungen konnten eine Kapelle dokumentieren, die nach Ausweis der Keramikfunde aus dem 14. Jh. Stammt. Nicht gelungen ist der Nachweis einer älteren Burg. Auch eine zeitliche Einordnung der Befestigung im Osten, die älter als die Kapelle ist, war nicht möglich. Vermutlich befand sich im 14. Jahrhundert auf dem Burgberg ein Außenhof mit Kapelle des Klosters Marienberg, dem seit dem 13. Jahrhundert das Brunnental gehörte. Das Kloster unterhielt hier Teiche zur Fischzucht, Holzmühlen und Weiden. Mit der Aufsicht über die Weiden und die Waldhütung war ein Holzvogt betraut. Die gut geschützte Lage des Burgberges im Lappwald war sicherlich für den Außenhof des Klosters von Vorteil. Möglicherweise stammt der Name „Heiligenberg“, der auch für den Burgberg benutzt wurde, aus der Klosterzeit. Auch als Vorposten der Helmstedter Landwehr kommt der Burgberg in Frage.

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